Die Parkrennbahn in Hoppegarten steht vor Privatisierung

Die Privatisierung der Galopprennbahn Hoppegarten steht unmittelbar bevor. Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH Berlin (BVVG) nahm dazu in einer Pressemitteilung, die uns am Mittwoch erreichte, wie folgt Stellung: „Wir halten die Entscheidung des Landes Brandenburg, den Weg für eine Privatisierung der Galopprennbahn Hoppegarten frei zu geben, für richtig.

Wir werden jetzt alles daran setzen, um das Gelände der Galopprennbahn so schnell wie möglich zu verkaufen‘, sagte Dr. Wolfgang Horstmann, Sprecher der BVVG-Geschäftsführung.

Die Privatisierung der im Eigentum einer Tochtergesellschaft der BVVG liegenden Galopprennbahn Hoppegarten war durch einen Vertrag zwischen dem Land Brandenburg und der Treuhandanstalt aus dem Jahre 1994 blockiert.

Da die Vereinbarung eine Privatisierung der Galopprennbahn durch Verkauf nicht zuließ, entwickelte die BVVG zunächst ein Stiftungskonzept, das eine Modernisierung der Tribüne mit Förder- und Stiftungsmitteln und eine anschließende Verpachtung an einen Galopprennveranstalter vorsah.

„Eine vollständige Privatisierung ohne Wenn und Aber mit Übertragung der gesamten Verantwortung für die Gebäudemodernisierung, Galopprennveranstaltungen und eine intensive gewerbliche Nutzung des Areals ist nach meiner festen Überzeugung die beste Möglichkeit, den Standort langfristig zu sichern‘, sagte Horstmann und bezeichnete es jetzt als vordringlich, die Privatisierung so schnell wie möglich abzuschließen:

„Wir freuen uns, dass die Landesregierung uns auch insoweit Unterstützung zugesagt und Fördermittel für einen privaten Investor in Aussicht gestellt hat. Unser Ziel ist, innerhalb weniger Monate einen neuen Eigentümer für die Galopprennbahn Hoppegarten zu finden.‘

Hierzu wird die BVVG ein Ausschreibungsverfahren eröffnen, das allen Interessenten die Chance einräumt, Kaufgebote abzugeben. Horstmann: „Das Wichtigste ist zunächst, die Entscheidung über die Galopprennbahn selbst so rechtzeitig zu treffen, dass hierdurch möglichst schon die Rennsaison 2006 positiv beeinflusst wird.

Sobald diese Entscheidung feststeht, wird ein unmittelbar an die Galopprennbahn angrenzendes Gelände für den Bau eines Hotels ausgeschrieben. Weitere Flächen vor allem in Neuenhagen einschließlich der 160 Hektar großen Neuenhagener Trainierbahn werden folgen. Wir verfügen über ein sehr großes Flächenangebot.

Die Voraussetzungen dafür, Hoppegarten wieder zu dem führenden Galopprenn- und Pferdesportzentrum Deutschlands zu machen, das es einmal war, sind außerordentlich günstig.‘

Insolvenzverwalter Dr. Ulrich Wenzel sieht die Entwicklung ebenfalls positiv: „Es ist erfreulich, dass nach vielen Monaten endlich eine Entscheidung getroffen worden ist und der Weg für die Privatisierung frei wird.“

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