In früheren Jahren war Trainer Uwe Stoltefuß (Foto) der unumstrittene König auf der heimischen Allwetterbahn. Inzwischen lässt es der Dortmunder hier allerdings wesentlich ruhiger angehen. Seine Starter in den vergangenen Wochen hielten sich doch in engen Grenzen. Doch am Sonntag präsentierten sich die Schützlinge des Coaches in tadelloser Verfassung.
Zunächst schaffte Stall Brockhofs Lateran im unteren Handicap mit einer großen Speedleistung noch die Wende gegen den schon in Sicherheit geglaubten Favoriten Mir nach Kollegen sowie Gallier. 51:10 gab es auf den Wallach, der eine Pause nahtlos kompensieren konnte und der von einem Glanzfinish von Andrasch Starke profitierte.
In einem allerdings wenig aufregend besetzten Maidenrennen – die Recke-Stute Tarana war zurückgezogen worden – überrollte William Mongil mit dem Stoltefuß-Vertreter Thebano, einem Chato-Sohn, die Konkurrenz zur Quote von 44:10. Showboy Arrogance und die Favoritin Perfect Dancer traten förmlich auf der Stelle, als er auf Touren kam. Thebano könnte nun das Orsini-Rennen in Neuss bestreiten.
Zahlreiche Außenseiter machten den Wettern das Leben schwer, so gab es auf Nukleon, Belegor (mit Amateur-Champion Oliver Schnakenberg), Pille Palle, Aladar, Pegasus mondrianus und Doreen lukrative Siegtotos.
Äußerst spannend verlief die Endphase im Dortmunder Winterpreis. Lange gab der 20:10-Favorit Merioneth (William Mongil war für Andreas Helfenbein eingesprungen) den Ton an, dann griff Sonnenglanz (Andrasch Starke an), doch außen überspurtete Co-Favorit Fairbanks (28:10) die Gegner. Dabei war der von Axel Kleinkorres trainierte Wallach jedoch aus der Spur geraten, Starke musste Sonnenglanz kurz aufnehmen.
Das Überprüfungssignal der Rennleitung ertönte sofort. Und schließlich wurde Fairbanks disqualifiziert und auf Platz drei gesetzt, so dass der von Wilfried Kujath in Frankfurt trainierte Merioneth zu einem unblutigen und glücklichen weiteren Sandbahntreffer kam.
‚Das war bitter, denn es war die letzte Gelegenheit für Fairbanks auf Sand in diesem Winter, da er Neuss nicht mag und es in Dortmund kein passendes Rennen für ihn gibt‘, haderte Coach Axel Kleinkorres.
Zum vierten Sieg hintereinander kam Peter Hirschbergers Mir nach Kanaillen (Christopher Ceballos-Sanchez, 33:10) im Ausgleich IV, er hatte mit Little Proud und Alpenprinz ernsthaft keine Schwierigkeiten.
Der Umsatz bei der Elf-Rennen-Mammutkarte belief sich auf 249.861,50 Euro.










