Dramatik in Neuss: Sambaprinz k?mpft die Miss nieder

Was für eine dramatische Ankunft im Preis der Sport-Welt, einem stark besetzten Altersgewichtsrennen am Sonntag in Neuss. Bis weit in den Einlauf bestimmte Miss Lips die Fahrt, hatte sich schon einen guten Vorteil von zwei, drei Längen herausgearbeitet. Sambaprinz, der schon an der ersten Ecke in die Verfolgerposition gezogen war, schien ihr nicht mehr folgen zu können.

An der Außenseite setzte Sacho nach, doch hatte auch er einiges Terrain auf die Leipziger Stute noch gutzumachen. Doch selbst die 1500 Meter können weit werden. Denn auf dem letzten Stück wurde Miss Lips etwas kürzer, während Sacho außen aufdrehte und Sambaprinz (Foto links), der zwischen diesen beiden galoppierte, förmlich mitriss.

Der Schützling von Thomas Horwart streckte mit Jozef Bojko auf der Linie den Hals nach vorne und kam hauchdünn hin. ‚Er hat mächtig gekämpft, wird nun in zwei Wochen wieder ein ähnliches Rennen bestreiten‘, freute sich der Trainer. Miss Lips unterlag in allen Ehren.

‚Die Strecke ist etwas lang, sie hat eine ganz andere Vorstellung als zuletzt gegeben‘, berichtete Besitzerin Renate Lindemeyer, während Trainer Peter Hirschberger grippekrank zu Hause geblieben war.

Sacho verfehlte den Ehrenplatz nur knapp, gefiel auf dieser Strecke sehr. ‚Das war ein Test, wir wollen nun schauen, ob er am letzten Wochenende in ein 1000-Meter-Rennen nach St. Moritz geht. Das müssen die Besitzer entscheiden‘, erläuterte Wilfried Kujath.

Bojko legte mit dem von Ralph Schaaf trainierten Western Heart einen weiteren Treffer nach. Eingesprungen war er für Carina Fey, die nach ihrem Sturz am Vortag in Dortmund mit Asko (danach hatte sie mit Fairbanks sogar noch gewonnen) nicht mehr einsatzfähig war. Humpelnd sah man sie an der Waage, bittere Momente, denn die erfolgreiche Amazone hätte sehr gute Ritte gehabt.

Andrasch Starke gewann drei Rennen, die Dreijährigen-Prüfung mit Let go, ein Sieglosen-Rennen mit dem vierjährigen Chestboy sowie den Ausgleich III mit Night Song. Adrie de Vries punktete mit Two Hearts und Vingtquatre Carat ebenso doppelt wie Coach Heinz Hesse (Grantley und Vingtquatre Carat), der sogar eine hundertprozentige Ausbeute schaffte.

Der Umsatz bei bitterkalten Temperaturen kletterte auf 204.570 Euro, der Außenanteil belief sich auf 68 Prozent.

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