Am Donnerstag öffneten sich zum ersten Mal die Boxen für die deutschen Pferde beim Racing Carnival 2006 auf dem Nad Al Sheba-Kurs in Dubai. Und um kurz nach 21 Uhr Ortszeit geschah etwas Sensationelles, das jeden unserer Galoppfans von den Sitzen riss. Denn zum zweiten Mal (nach Paolini im Dubai Duty Free) gewann ein in Deutschland trainiertes Pferd ein Rennen während des Carnivals!
Der Fährhofer Encinas, von Peter Schiergen in Köln vorbereitet, gewann den Tasaheel Cup, ein mit 110.000 Dollar dotiertes Handicap über die Distanz 2400 Meter. Schon im Schlussbogen fiel die riesige Haltung auf, in der der Wallach marschierte.
In hinteren Regionen wartete William Mongil noch ab, während der von Pavel Vovcenko ins Rennen geschickte One little David (Andreas Suborics) an fünfter, sechster Stelle auszumachen war.
Während dieser im Einlauf bald abbaute und auf Platz zehn, verbesserte sich Encinas außen Zug zum Zug. Und ohne groß angefasst zu werden, tauchte er plötzlich in vorderer Linie auf. Zwar wehrte sich der De Kock-Vertreter Excalibur heftig, doch Encinas ging einfach besser, machte einen sicheren Sensationstreffer mit einer halben Länge Vorteil perfekt. Dritter wurde der Türke Grand Ekinoks.
Mit 260:10 auf Sieg und 60:10 auf Platz fiel die Quote auf den deutschen Triumphator ausgesprochen üppig aus. 78.000 Dollar kassiert das Gestüt Fährhof nach dem Super-Ritt von William Mongil als Besitzer von Encinas, der seinen bisherigen Karrierehöhepunkt markierte. Den bisherigen Glanztag seiner Karriere feierte Encinas, als er den Breeders‘ Cup-Sieger Shirocco in einem Sieglosen-Rennen besiegte.
Den Anfang machte aus deutscher Sicht am Donnerstag ein Sprint-Duo in der Shahrazade Trophy, einem mit 120.000 Dollar dotierten 1400-Meter-Handicap. Als Mitfavorit galt der von Mario Hofer aufgebotene Jenny-Wallach Glad to be fast, während die von Erika Mäder trainierte At Once (Jamie Spencer) als Außenseiterin antrat.
Allerdings darf in Dubai bekanntlich aus religiösen Gründen nicht gewettet werden, die Kurse stammen von englischen Buchmachern, Und lange sah es günstig aus für Glad to be fast, den Andrasch Starke aus Box zwei innen sofort im Vordertreffen etabliert hatte. Auch im Einlauf schien er mit seiner Attacke Erfolg zu haben und sah aus wie ein sicherer Platzgeldkandidat. Aber dann fehlten trotz einer achtbaren Vorstellung unter Höchstgewicht doch die alles entscheidenden Reserven.
Auf Platz fünf kam der Big Shuffle-Sohn ein, von einem der letzten Plätze konnte dagegen At Once keinen Eindruck machen, endete im auf Rang acht. Michael Kinane hatte vorne alles locker im Griff mit dem Macau-Wallach Happy Pearl (90:10), in Training bei Gary Moore, vor Godolphins Sea Hunter und Marbush.
Kitara (Andreas Suborics/Pavel Vovcenko) hatte im Commercial Bank of Dubai Cup (110.000 Dollar) von zweiter Position aus in einem langsam gelaufenen Rennen bis weit in den Einlauf ihre Möglichkeiten, doch kam sie auf dem letzten Stück dieses 2000 Meter-Handicaps nicht mehr weiter und wurde noch aus den Geldrängen verdrängt, wurde Sechste.
Hier gewann der Südadrika-Startrainer Mike de Kock mit Tyson, der Hamdan Al Maktoums Mutafanen sowie Chinkara bezwang, wie Jockey Kevin Shea sein zweites Rennen an diesem Abend nach Oracle West im Rennen zuvor. Auch Mick Channon punktete doppelt, dank Compton´s Eleven und Obe Gold.
Das wichtigste Rennen des Abends, den Najah Al Shindagha Sprint (Gruppe III, 200.000 Dollar, 1200 m), holte sich überlegen der Brasilianer Heart Alone gegen Conroy und Thajja. Jockey Michael Kinane erlebte einen Super-Abend, gewann sein drittes Rennen.











