Das war ein Paukenschlag im letzten wichtigen Zweijährigen-Rennen der Saison: Als 307:10-Außenseiter holte sich die von Andreas Trybuhl (Foto) in Köln trainierte Sissy So Lucky nach einer hochdramatischen Partie das BBAG Auktionsrennen in München-Riem gegen den heiß favorisierten Annunzio. Auf dem Baltromei-Schützling war Alessandro Schikora im Einsatz.
Der französische Spitzenjockey Stephane Pasquier hatte die Reise nach Riem nicht angetreten. Ob es unter ihm zum Sieg für Annunzio gereicht hätte, steht natürlich in den Sternen. Platz drei ging in dem 50.000er an King’s Land und somit einen weiteren Außenseiter im Feld.
Vom Start weg hatte Sissy So Lucky das Kommando übernommen. Als die Raintrap-Tochter des Stalles Lucky Stables International Mitte der Geraden von allen Seiten unter Druck geriet, schienen ihre Felle kurz wegzuschwimmen.
Doch dann zeigte auch der junge französische Jockey Johan Victoire, warum er in Frankreich als einer der besten aufstrebenden Sattelkünstler bezeichnet wird. Er machte bei Sissy So Lucky neue und entscheidene Kräfte frei, so dass der starke Angriff des klar favorisierten Annunzio, der in der Geraden nicht immer freie Bahn vorgefunden hatte, knapp abgewiesen werden konnte. King’s Land schob sich noch überraschend auf den dritten Platz vor.
Andreas Trybuhl (Foto) jubelte auf der Neusser Rennbahn: ‚Sissy So Lucky blieb zuletzt bei ihrem Debut in Krefeld unter Wert geschlagen. Torsten Mundry hatte sie dort geritten und sagte mir nach dem Rennen, man solle sie mal offensiver reiten. Diesen Hinweis habe ich mir gemerkt und an den Reiter nun weitergegeben. Es war von Torsten eine Super-Info.‘
Seinen 20. Zweijährigen-Sieger des Jahres stellte Mario Hofer, als Ponticello unter Andrasch Starke im ‚Opener‘ des letzten Riemer Renntages der Saison erfolgreich war. ‚Ich habe den Burschen im Vorjahr auf der BBAG-Jährlingsauktion gesehen und den Bornheims empfohlen. Für 20.000 Euro bekamen wir den Law Society-Sohn zugeschlagen‘, erklärte Mario Hofer.
Ohne Ausbeute kehrte Filip Minarik aus Bayerns Metropole zurück. Er dürfte die weiteren Rennen in Neuss, wo sein Kontrahent Adrie de Vries im Einsatz war, weiter und mit Spannung verfolgt haben, denn in Neuss ist erst gegen 18.30 Uhr das Ende der Veranstaltung.










